Im Lifecenter in der Gleisdorfer Schillerstraße, im dritten Stock hinter großen Glasfronten, trainiert man bei Bodyformers nicht allein an Geräten, sondern fast immer mit jemandem daneben. Das Studio gibt es seit Herbst 2018, geführt von Herbert Thallauer und Gerhard Pölz. Offenlegung: Die Website von Bodyformers stammt von DERKAUFMANN IT-Service, dem Betreiber von FirmenFreund.
Ein kleines Studio mit festen Gesichtern
Bodyformers ist kein Großstudio mit Drehkreuz und Gerätepark, sondern ein überschaubarer Betrieb. Auf der Teamseite stehen Herbert als Geschäftsführer und Personal Trainer, Olessya als Personal- und Mentaltrainerin, David als Personal Trainer - und der Studiohund, zuständig für Empfang und Verabschiedung. Vor dem Gebäude gibt es kostenlose Parkplätze, im Erdgeschoss ein Café, und im selben Zentrum ordinieren Ärztinnen und Ärzte, mit denen das Studio nach eigener Angabe zusammenarbeitet.
Jedes Angebot lässt sich vorher in einem Probetraining bzw. einer Kennenlernbehandlung ausprobieren. Danach wird gemeinsam ein Trainingsplan erstellt, der zum eigenen Ziel passt.
EMS-Training: kabellos und in der Kleingruppe
Der Schwerpunkt des Studios ist das EMS-Training, also Training mit elektrischer Muskelstimulation: Elektroden in einem Trainingsanzug geben Impulse an die Muskulatur, während man Übungen macht. Bei Bodyformers sind die Anzüge kabellos. Das klingt nach einem Detail, ändert aber das Training - man hängt nicht an einem Gerät, sondern kann sich frei im Raum bewegen, auf den Stepper, das Rudergerät oder das Rad wechseln. Der Studioanzug hat 16 Elektroden, ist aus Neopren und wird nach jedem Training desinfiziert.
Eine Einheit dauert 20 Minuten und umfasst Stabilitäts- und Functional Training sowie Wirbelsäulengymnastik. Trainiert wird immer mit Personal Trainer, in Gruppen von höchstens vier Personen. Zur Wahl stehen ein Probemonat ohne Bindung mit vier Trainings, ein Zehnerblock zur freien Einteilung und Verträge über sechs oder zwölf Monate mit ein oder zwei Einheiten pro Woche (Stand der Website am 19.10.2026; Preise stehen dort keine, die erfährt man im Studio).
Abnehmen: Begleitung statt Wunderplan
Bemerkenswert ehrlich ist ein Satz auf der Website: Ernährungspläne erstellt das Studio nicht, das sei Sache von Ernährungswissenschaftern und Diätologinnen. Was Bodyformers stattdessen anbietet, ist Begleitung. Am Anfang steht eine Körperanalyse mit einer InBody-Waage, die über Bioimpedanz unter anderem Muskel- und Fettanteil schätzt. Daraus entsteht ein Trainingsplan für die nächsten Wochen, dazu kommen Tipps zur Ernährung im Alltag und zu sinnvollen Sporteinheiten.
Geräte für Beckenboden, Beine und Figur
Neben dem Training hat das Studio mehrere Geräteanwendungen. Der Pelvi-2-Zonen-Stuhl arbeitet mit magnetischen Impulsen und spricht Beckenboden und unteren Rücken getrennt an; man sitzt dabei in Alltagskleidung, eine Sitzung dauert höchstens 28 Minuten. Der Ballancer Pro ist eine apparative Lymphdrainage: Man trägt eine Kompressionshose, deren Luftkammern sich nacheinander füllen und wellenförmig massieren. Beim Geoway geht man 30 Minuten auf einem Stepper, in einem Pulsbereich von 120 bis 140, während Infrarotlicht wirkt. Und DiViNiA verbindet Ultraschall mit Elektroimpulsen; die Anwendung dauert 40 bis 45 Minuten im Liegen.
Die Wirkungen, die das Studio für diese Anwendungen beschreibt, stammen weitgehend von den Herstellern. Wer konkrete Beschwerden hat - etwa Inkontinenz, Schwellungen in den Beinen oder Rückenschmerzen -, sollte die Ursache zuerst ärztlich oder physiotherapeutisch abklären lassen und dann mit dem Studio besprechen, ob und welche Anwendung dazu passt.
Vor dem ersten EMS-Training: was das Studio wissen muss
EMS ist intensiv. Weil die Impulse die Muskeln stärker anspannen können, als man es willentlich schafft, kann es auch bei sportlichen Menschen zu Überlastung kommen. Der deutsche Branchenverband der Fitness- und Gesundheitsanlagen (DSSV) hat deshalb eine Liste von Gegenanzeigen veröffentlicht, die viele Studios als Fragebogen verwenden. Ganz ausgeschlossen ist EMS-Training danach unter anderem bei Herzschrittmachern und anderen elektrischen Implantaten, Herzrhythmusstörungen, Schwangerschaft, Epilepsie, akuten Infekten, kürzlich erfolgten Operationen, Krebserkrankungen, unbehandeltem Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Bei Bandscheibenvorfällen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen oder Ödemen soll nur mit ärztlicher Freigabe trainiert werden.
Praktisch heißt das: Vorerkrankungen und Medikamente gehören vor der ersten Einheit auf den Tisch, nicht erst, wenn einem schwindlig wird. Der DSSV rät außerdem, etwa zwei Stunden vorher etwas Kohlenhydratreiches zu essen, vor und nach dem Training je rund einen halben Liter zu trinken und nur unter Aufsicht eines ausgebildeten Trainers zu trainieren - was bei Bodyformers ohnehin der Normalfall ist.
Und noch eine Einordnung: Die Österreichischen Bewegungsempfehlungen raten Erwachsenen zwischen 18 und 65 Jahren zu mindestens 150 Minuten ausdauerorientierter Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche und zusätzlich an zwei oder mehr Tagen zu muskelkräftigenden Übungen. Zweimal 20 Minuten EMS können zum Kraftteil beitragen, den Ausdauerteil decken sie nicht ab. Wer nur EMS trainiert, sollte die Bewegung im Alltag - Radfahren, zügiges Gehen, Stiegen statt Lift - nicht vergessen.
Kontakt
Bodyformers OG, Schillerstraße 13/3 (Lifecenter), 8200 Gleisdorf. Telefon 03112 51 825, E-Mail office@bodyformers.eu. Probetrainings werden telefonisch oder über das Kontaktformular der Website vereinbart; alle Daten stehen auch im Profil auf FirmenFreund.




